Junge Haut

Mit junger Haut assoziieren wir Schönheit und Jugend. Vor allem im Alter wünschen sich viele nichts sehnlicher als das Aussehen junger Haut zurück. So fragen sich viele: „Gibt es eine spezielle Ernährung für junge Haut?“ oder: „Welche Pflege für junge Haut ist die richtige?“ Doch auch die junge Haut birgt ihre ganz eigenen Merkmale und Probleme. So tendiert junge Haut zu einer übermäßigen Talgproduktion, zu einem glänzenden und öligen Teint oder eventuell auch zur Mischhaut. Gerade in der Pubertät neigt junge Haut deshalb auch zu Mitessern, Pickeln und Akne. Daraus ergeben sich ganz bestimmte Anforderungen an die Reinigung und Pflege der Haut.

Kennzeichen und Eigenschaften junger Haut

Im Jugendalter sind alle Hauttypen vertreten: Von normaler über trockene bis hin zu fettiger zur Mischhaut. Doch gerade mit Einsetzen der Pubertät tendiert junge Haut zu einer Überproduktion an Fett und Sebum durch die sogenannten Talgdrüsen. Vor allem die T-Zone, das heißt die Gesichtshaut auf Stirn, Nase und Kinn, erscheint glänzend und ölig. Damit nicht genug: Diese überschüssigen Fette können die Poren verstopfen, aus denen normalerweise Härchen wachsen. Talg und Hornpartikel verstopfen diese Kanäle, das führt zu Unebenheiten, Mitessern und Pickeln. Häufig röten sich diese Stellen und entzünden sich, was wiederum zur Eiteransammlung führen kann. Damit ist auch Akne ein Thema, das vor allem junge Haut betrifft.

Doch neben den Schattenseiten junger Haut gesellen sich auch sehr positive Eigenschaften. Junge Haut ist besonders widerstandsfähig, nicht so empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen und sie ist elastisch. Junge Hautzellen sind in der Lage sich schnell zu regenerieren, viel Feuchtigkeit zu speichern. Außerhalb der Pubertät verfügen junge Menschen häufig über einen normalen Hauttyp. Die Haut erscheint weich, matt und eben. Sowohl die Talgproduktion als auch der Feuchtigkeitshaushalt sind ausgeglichen. Zudem ist die junge Haut unempfindlicher gegenüber äußeren Reizen und Umwelteinflüssen.

Merkmale junger Haut
  • grundsätzlich können alle vier Hauttypen in jungen Jahren auftreten (normale, trockene, fettige oder Mischhaut)
  • in der Pubertät Tendenz zu fettiger Haut sowie zu Akne neigender Haut
  • ansonsten häufig normaler Hauttyp
  • hohe Spannkraft der Haut
  • gute Feuchtigkeitsversorgung der Haut
  • ebenmäßiges Hautbild
  • hohe Regenerationsfähigkeit

Ursachen von Unreinheiten und Akne bei junger Haut

Im Jugendalter kommt es sowohl bei Mädchen und Jungen sehr häufig zu unreiner Haut, oftmals neigt die junge Haut in dieser speziellen Phase des Lebens auch zu Akne. Mit dem Einsetzen der Pubertät zeigen sich erste Pickel im Gesicht, auf dem Rücken, auf den Schultern und manchmal auch auf der Brust. Diese Form der Akne ist hormonell bedingt und etwa 85 % aller Jugendlichen sind davon betroffen. Mediziner sprechen dabei von Acne vulgaris.

Noch etwas häufiger leiden junge Männer unter diesen Problemen, denn hinter der hormonell bedingten Akne stecken männliche Sexualhormone, die in der Pubertät im Überfluss produziert werden. Aber auch der weibliche Organismus schüttet die sogenannten Androgene (männliche Geschlechtshormone) während der Pubertät vermehrt aus. Die ersten Veränderungen im Hormonhaushalt können schon ab dem 11. Lebensjahr auftreten. Neben den bekannten Auswirkungen auf die Psyche und den Körper, machen sich sichtbare Anzeichen eben vor allem auf der Haut bemerkbar.

Aufgrund der vermehrten Ausschüttung der Sexualhormone arbeiten auch die Schweiß- und Talgdrüsen nun auf Hochtouren. Die sogenannten Duftdrüsen (apokrine Drüsen) nehmen in diesem Zeitraum sogar erst ihre Arbeit auf. Weil die Talgdrüsen nun mehr arbeiten, wird automatisch mehr Sebum hergestellt. Dieses eigentlich sehr nützliche Fettgemisch schützt die Haut normalerweise vor schädlichen äußeren Einflüssen wie vor Infektionen mit Bakterien oder Viren. Weil es nun aber zu einer hormonell bedingten Überproduktion kommt, erscheinen sowohl Haut und Haare fettig, ölig und glänzend. Außerdem können Poren schneller verstopfen, weil überschüssiges Sebum genauso wie Hornpartikel hineinlaufen. Es entsteht ein idealer Nährboden für Bakterien, die sich dort vermehrt ansiedeln und zu Rötungen und Entzündungen führen können. Diese Form der Akne tritt in den meisten Fällen vor allem in der T-Zone auf, also auf der Stirn, auf der Nase und auf dem Kinn. Oftmals ist aber auch der Rücken betroffen. Allerdings lässt sich diese Form der Akne im jugendlichen Alter mit der entsprechenden Reinigung, Pflege und dermatologischer Unterstützung gut und schnell in den Griff bekommen.

Mögliche Formen unreiner Haut
  • Mitesser: Dermatologen bezeichnen Mitesser als Komedone. Sie entstehen, wenn die Talgdrüsen verstopfen und das überschüssige Fett nicht abfließen kann. Diese Verstopfung resultiert aus einem Übermaß an Talg sowie Hautschüppchen, die den Porenausgang blockieren.
  • Pickel: Pickel entstehen, wenn die verstopften Poren vermehrt von Bakterien besiedelt werden. Diesen bietet sich dort ein idealer Nährboden. Die Bakterien setzen dort aber einen Entzündungsprozess in Gang, weil sich der Organismus wehrt. Die Haut verfärbt sich rot und schwillt an – der Pickel entsteht.
  • Akne: Bei Akne handelt es sich um eine Erkrankung der Haarfollikel. Im Gegensatz zu einfachen Pickeln, die schnell wieder abklingen, ist Akne hartnäckiger. Je nach Schweregrad können Aknepusteln auch Verfärbungen und Narben auf der Haut hinterlassen. Akne sollte man deshalb niemals alleine ausdrücken. Meist führt dies nur zu schlimmeren Entzündungen.

Die richtige Pflege bei Unreinheiten und Akne

In den meisten Fällen verschwinden die hormonell bedingten Hautprobleme nach der Pubertät recht schnell wieder. Bei Hautunreinheiten wie Mitessern, Pickeln und leichter Akne können spezielle Reinigungslotions, Peelings und die entsprechende Creme schnell zu einem ebenmäßigeren Hautbild verhelfen. Damit die Haut nicht weiter gereizt wird mit zusätzlichen Duftstoffen oder aggressiven Inhaltsstoffen, kann der Gang in die Apotheke nützlich sein. Diese führt oft sehr wirksame kosmetische Naturprodukte, die ideal zur Behandlung unreiner und zu Akne neigender Haut sind. Wenn es sich um schlimmere Akne handelt, dann sollte ein Dermatologe aufgesucht werden. Auch hier stehen einige hochwirksame, aber verschreibungspflichtige Arzneien zur Verfügung wie zum Beispiel Benzoylperoxid oder Isotretinoin. Beide Stoffe lassen Akne im Gesicht als auch auf anderen Körperregionen schnell abklingen. Keinesfalls aber sollte selbst Hand angelegt werden: Pickel ausquetschen oder der Versuch sie mit Zahnpasta auszutrocknen führt nämlich meist nur zu Verschlimmerung.

Reinigung und Pflege junger Haut

Außerhalb der Pubertät erfreuen sich junge Menschen meist eines normalen Hauttyps, der an sich schon einfacher und unkomplizierter in der Pflege ist als etwa trockene oder empfindliche Haut. Darüber hinaus ist junge noch widerstandsfähiger und reagiert nur selten auf äußere Einflüsse.

Aber auch junge Haut gilt es mit möglichst schonenden und milden Produkten zu reinigen und zu pflegen, damit der natürliche Säureschutzmantel nicht angegriffen wird. Setzen Sie also am besten auf milde Reinigungs- und Pflegeprodukte mit wenig Inhaltsstoffen. Zudem sollten grundsätzlich auch stark rückfettende Cremes oder gar Anti-Aging-Pflege in jungen Jahren gemieden werden. Die Inhaltsstoffe sind zu reichhaltig für junge Haut und könnten zu Unreinheiten oder allergischen Reaktionen führen.

Wie bei allen Hauttypen wirken sich zu heißes Wasser sowie langes Duschen oder Baden austrocknend auf die Haut aus und strapazieren diese. Auch dadurch kann der Säureschutzmantel gestört werden. Insbesondere beim Gesichtwaschen lieber nur lauwarmes verwenden.

Die richtige Reinigung ist der erste Teil, um die natürlichen Merkmale normaler Haut zu unterstützen. Mit einer milden und sanften Reinigungslotion etwa für das Gesicht oder Waschlotion für den Körper lassen sich Gesicht und Körper gut reinigen. Reinigungsprodukte lassen sich mit warmen Wasser und einem Waschlappen gut einmassieren. Dabei werden überschüssige Hautschuppen entfernt, die Durchblutung und der Lymphtransport angeregt.

Da der Feuchtigkeitshaushalt junger Haut meist bereits gut reguliert ist, reicht bei der anschließenden Pflege eine leichte Creme. Fett- und Feuchtigkeitshaushalt sollten aber auch immer an äußere Einflüsse wie trockene Heizungsluft oder kalte Temperaturen angepasst werden.

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