Hautflecken und Pigmentstörungen

Irgendwann im Laufe des Lebens bemerkt jeder einmal Veränderungen an der Haut. Dabei kann es sich um Falten handeln, einen Sonnenbrand, trockene oder rissige Stelle und noch vieles mehr. Besonders häufig kommt es auch zu Verfärbungen der Haut. Es entstehen entweder neue Muttermale, braune oder weiße Hautflecken oder sogenannte Altersflecken auf der Haut. Bestehende Flecken können ihre Form oder Farbe verändern oder aber es kommen neue hinzu. Viele Menschen bekommen zum Beispiel im Sommer die bekannten Sommersprossen. Oder Neugeborene kommen mit einem sogenannten Feuermal auf die Welt, besser bekannt als Storchenbiss, der aber im Laufe des Lebens aber auch wieder verschwindet. In den meisten Fällen sind diese Hautflecken unbedenklich, aber sie können auch ein Hinweis auf eine schwerwiegendere oder zugrundliegende Krankheit sein, die behandlungswürdig ist. Andererseits können Pigmentveränderungen und Störungen auch zu seelischen Problemen führen, weil sich die Betroffenen nicht mehr wohl in ihrer Haut fühlen. Hier erfahren Sie Näheres über die verschiedenen Hautflecken und ihre Hintergründe.

Verschiedene Formen von Hautflecken

Selten ist Haut wirklich makellos. Das heißt ohne Hautunebenheiten, Unreinheiten, Falten oder eben Hautflecken. Fast jeder Mensch trägt Muttermale und Leberflecke oder hat Sommersprossen. Wenn auf einmal Flecken in anderen Farben hinzu kommen oder bestimmte Hautareale ihre Farbe verändern, dann sprechen wir von Pigmentflecken oder Pigmentstörungen.


Es gibt auf jeden Fall zahlreiche Hautflecken, zu den häufigsten, die auf der menschlichen Haut vorkommen, zählen:

  • Muttermale und Leberflecke
  • Sommersprossen
  • Pigmentflecken
  • Altersflecken
  • Feuermale
     

Diese Formen der Hautveränderung sind in den allermeisten Fällen gesundheitlich unbedenklich und harmlos. Wenn Sie sich jedoch unsicher sind, was hinter den neuen Muttermalen steckt oder wenn ein Leberfleck größer wird, dann sollten Sie Rat bei einem Dermatologen suchen. Ein professionelles Hautscreening kann schnell Aufschluss darüber geben, ob womöglich Hautkrebs verantwortlich für die Hautveränderungen ist.

Bei Neugeborenen lässt sich oftmals nicht nur der charakteristische Storchenbiss finden, sondern auch sogenannte Blutschwämme (Hämangiom). Bei Kindern treten sie recht großflächig auf, verschwinden aber im Laufe der Kindheit meist von selbst. Kleinere, hellrote Hautflecken entstehen aber auch ab dem mittleren Erwachsenenalter, wenn sich oberflächlich gelegene Blutgefäße erweitern. Auch dieses Hämangiom ist in den meisten Fällen harmlos.

Gerade bei jungen Menschen tritt die sogenannte Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) auf. Auch sie gehört zu den ungefährlichen Hautflecken, sie wird in einigen Fällen aber von anderen Immunkrankheiten wie Diabetes oder Neurodermitis begleitet. Es handelt sich bei Vitiligo um eine Pigmentstörung. Auf der Haut treten auf einmal weiße Hautflecken auf, die bleibend sind. Für die Betroffenen ist das meist eine starke seelische Belastung, weil die Weißfleckenkrankheit als nicht heilbar gilt. Jedoch kann eine medizinische Therapie das Voranschreiten der Krankheit verhindern.

Café-au-lait-Flecken erinnern wie der Name schon sagt an Milchkaffe. Diese Hautflecken sind hellbraun gefärbt und erscheinen wie der Kaffee. Es handelt sich dabei ebenfalls um eine gutartige, meist harmlose Hautveränderung. Die Flecken können überall am Körper erscheinen. Wenn sie sich jedoch gehäuft und in einer bestimmten Größe vorfinden lassen, dann könnten sie auch ein Indiz auf eine seltene Erbkrankheit, die Neurofibromatose sein.

Auch Pigmentflecken zählen zu Pigmentstörungen. Aber im Gegensatz zu den weißen Flecken erscheinen Pigmentflecken bräunlich, aber sie kommen auf der menschlichen Haut in allen möglichen Variationen vor. Mediziner sprechen von einer Hyperpigmentierung der Haut. Die viel verbreitete Pigmentstörung tritt auf, wenn die Haut vermehrt den Hautfarbstoff Melanin produziert. Mit zunehmenden Alter, bei hormonellen Veränderungen oder auch bei bestimmten Medikamenten treten vermehrt Pigmentflecken auf. Da sie oftmals in großer Anzahl vorkommen, empfinden sie viele Menschen als belastend, störend und unästhetisch. Grundsätzlich können Pigmentflecken überall am Körper vorkommen, aber besonders häufig sind Gesicht, Arme und Beine betroffen.

Eine spezielle Erscheinungsform der Pigmentflecke sind die sogenannten Altersflecken. Wie der Name schon sagt, treten mit fortschreitendem Alter rote Hautflecken auf. Typischerweise zeichnen sie sich zunächst an den Händen ab, verbreiten sich aber auf dem ganzen Körper. Altersflecken im Gesicht treten ebenfalls auf. Die rötlichen Flecken sind zudem meist größer als Muttermale oder andere Pigmentflecken.

Auch Melanome zählen zu Hautveränderungen, die leider recht häufig vorkommen. Hierbei handelt es sich um den schwarzen Hautkrebs. Sie entwickeln sich sehr oft aus bereits bestehenden Muttermalen. Wenn sich also ein bereits vorhandenes Muttermal auf einmal verändert, größer oder dunkler wird oder gar ausfasert, zu jucken oder zu nässen beginnt, dann sollte man unbedingt einen Hautarzt konsultieren. Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Tipp: Hautveränderungen treten demnach sehr häufig auf, in den meisten Fällen stellen sie jedoch keinen Grund zur Besorgnis dar. Da Hautkrebs zu einer der häufigsten Krebsarten zählt befürworten und bezuschussen die gesetzlichen Krankenkassen ab einem Alter von 35 einen Hautcheck alle zwei Jahre. Spätestens ab dem 35. Lebensjahr sollten Sie diese Vorsorge-Untersuchung, die der Hautkrebs-Früherkennung dient, in Anspruch nehmen.

Ursachen von Haut- und Pigmentflecken

Viele der Hautveränderungen entstehen unter Sonneneinwirkung. Die meist als ästhetisch oder gar niedlich wahrgenommenen Sommersprossen verraten schon ihrem Namen nach ihre Entstehungsursache. Im Winter klingen sie dann auch bei zahlreichen Menschen wieder ab. Aber auch Leberflecken und Altersflecken bilden sich vermehrt, bei jahrelanger und häufiger Sonneneinstrahlung der Haut. Café-au-lait-Flecken hingegen sind angeboren und auch Muttermale sind angeborene Zellwucherungen in der Haut. Neben äußeren Umweltfaktoren spielt bei Hautveränderungen nicht selten auch eine innere, genetische Veranlagung eine Rolle.

Doch was passiert eigentlich, wenn die Haut sich verändert?

Eine Hautveränderung, egal ob sie angeboren oder durch die Sonne provoziert wird, spiegelt auf unserer Haut die gestörte Melaninbildung wider. In der Hautstruktur kommt es also zu einer Störung, wenn es sich um braune Flecken handelt. Die farbgebenden Zellen der Haut (Melanzyten), die eben den Hautfarbstoff Melanin produzieren, sind deshalb sehr oft betroffen. Wie viel Melanin bereitgestellt wird, wie hell oder dunkel also die Haut erscheint, ist individuell angelegt und bestimmt unsere verschiedenen Hautfarbtypen. Die Melanzyten zeichnen also nicht nur für Muttermale, Sommersprossen und Co. verantwortlich, sondern auch dafür, ob wir hellhäutig (Typ 1) oder dunkelhäutig 8Typ 6) sind.

Zu den größten Hautfarbverstärkern zählt bekanntermaßen die Sonne. Gebräunte Haut gilt als schön, weshalb sich viele Menschen vor allem im Sommer und im Urlaub im Sonnenbaden üben. Sonnenstrahlen regen die Melaninbildung an. Meist verändern sich manche Stellen dadurch aber mehr als andere, selten bleibt der Teint ganz ebenmäßig. Es entstehen eben auch Muttermale, Altersflecken oder Sommersprossen. UV-Strahlen können auch ganz punktuell auf Melanzyten einwirken, sie zur Vermehrung anregen oder ihre Pigmentproduktion dauerhaft erhöhen. Sie geben in Folge mehr von dem Farbstoff ab. Die Folge: Dunkle Flecken auf der Haut nehmen insbesondere an den Stellen zu, die besonders häufig der Sonne ausgesetzt sind.

Aber auch Veränderungen des Stoffwechsels und des Hormonhaushalts wirken sich auf das Erscheinungsbild der Haut aus. Vor allem die weiblichen Sexualhormone bestimmen die Zellaktivität der Haut. So kommt es eben insbesondere während der Schwangerschaft zu Veränderungen auf der Haut. Viele Schwangere nehmen dann gelb-braune Flecken wahr. Auch hier kann sich die Sonne noch verstärkend auswirken.

Pflege von Haut-, Pigment- und Altersflecken

Braun oder auch weiß erscheinende Hautveränderungen sind wie schon erwähnt meist unbedenklich und nicht gesundheitsschädlich. Sie können in der Regel dem Hauttyp entsprechend mit gepflegt werden, wenn nicht eine Hauterkrankung zugrunde liegt. Für viele Betroffene stellen aber insbesondere Altersflecken im Gesicht oder auf den Händen, genauso wie große Muttermale ein ästhetisches Problem dar. Beim Dermatologen können zum Beispiel Altersflecken auch aus kosmetischen Gründen entfernt werden. Hierbei kommen meist Laser- oder Lichttherapien zum Einsatz.

Dunklere Altersflecken lassen sich zum Beispiel mit speziellen Abdeckstiften gezielt überschminken. Der Hautarzt kann eventuell mit bleichenden Cremes und Salben die Verfärbungen abschwächen. Muttermale können zudem chirurgisch auch aus ästhetischen Gründen entfernt werden, diese Kosten trägt die Krankenkasse jedoch nicht.

Sonnenschutz vor UV-Strahlen ist jedoch unerlässlich, wenn Sie Ihre Haut präventiv vor Haut- und Pigmentflecken bewahren möchten. Auch Menschen mit einer Veranlagung etwa zu Café-au-lait-Flecken können auf diese Weise die Ausprägung und die Stärke der Verfärbung beeinflussen.

Verwandte Themen

Faltentypen

Woher sie kommen und was man dagegen tun kann

Als Kind haben Sie sich wahrscheinlich noch keine Gedanken über Ihre Haut gemacht. Im Teenageralter traten dann hormonelle Auswirkungen zutage, bevor sich schließlich Ihr finaler Hauttyp entwickelte. Bereits mit 20 Jahren fängt die unsichtbare Hautalterung an – die genetisch bedingt und damit unumgänglich ist. Ab dieser Lebensphase nehmen Feuchtigkeit und Elastizität der Haut bei jedem Menschen immer weiter ab: Die sogenannte Zeitalterung beginnt. Von äußeren Faktoren abhängig ist die Lichtalterung durch Sonneneinstrahlung. Auch andere Aspekte wie Umwelteinflüsse, Lebensstil und Ernährung haben positive oder negative Folgen für die Haut. Doch verzagen Sie nicht! Sie können selbst Abhilfe gegen Falten im Gesicht schaffen. Unsere Tipps und Tricks helfen Ihnen, länger jung und frisch auszusehen.