Körperpflege

Für das Wohlbefinden spielen Körperpflege und –hygiene eine wichtige Rolle. Aber auch für unsere allgemeine Gesundheit und insbesondere für die Hautgesundheit können wir mit der entsprechenden Pflege unserer Haut viel tun. A und O einer guten Körperpflege ist es, den natürlichen Säureschutz der Haut zu unterstützen und nicht durch aggressive Reinigungs- oder Pflegeprodukte zu stören. Auf diese Weise helfen wir unserer Haut, den Organismus vor schädlichen Umwelteinflüssen, Krankheiten und Hautirritationen zu bewahren. Über die entsprechend angepasste Hautpflege lassen sich zudem äußere Einflüsse regulieren, wie zum Beispiel starke Sonneneinstrahlung, große Kälte oder trockene Luft. Eine gute Körperpflege trägt zur Wiederherstellung des natürlichen Feuchtigkeits- und Lipidgehalts der Haut und zu einer sichtbar und spürbar gesunden Haut bei.

Was gehört zu einer guten Körperpflege

Dass wir uns regelmäßig duschen oder baden ist hierzulande fast selbstverständlich, kaum jemand wird die Vorteile einer gesunden Körperhygiene bestreiten. Allerdings sehen die regelmäßigen Pflegerituale sehr individuell aus. Viele Frauen genießen häufig ausgiebige Bäder, während es für viele Männer eine schnelle Dusche tut. Andere wiederum gehen nicht täglich duschen, um die Haut nicht zu sehr zu strapazieren. Grundsätzlich gilt: Wasser kann die Haut austrocknen, deshalb sind zu häufiges oder zu langes Duschen oder Baden tatsächlich nicht besonders gut für die Haut. Vor allem aber empfiehlt es sich die individuellen Bedürfnisse der Haut und des eigenen Hauttyps bei der Körperpflege zu berücksichtigen. Jede gute Körperpflege sollte dennoch aus drei Schritten bestehen.

Schritt 1: Reinigung

Die regelmäßige, gründliche, aber gleichzeitig milde Reinigung ist der erste Schritt zu einer wirkungsvollen Körperpflege. Bei der Hautreinigung befreien wir unseren Körper von Schmutz, Staub, Talg, Schweiß und anderen Rückständen. Dabei lässt sich das meiste durchaus schon mit lauwarmen Wasser entfernen. Jedoch befinden sich durchaus auch nicht wasserlösliche Stoffe auf unserer Haut wie überschüssigen Talg oder andere fettige Substanzen. Um diese wirkungsvoll zu entfernen bedarf es sogenannter Tenside. Diese Tenside sind in den entsprechenden Körperreinigungsprodukten wie Duschgelen enthalten. Vorsicht ist allerdings beim pH-Wert des Reinigungsprodukts geboten. Unsere Haut hat einen leicht sauren pH-Wert, der zwischen 4,7 und 5,5 liegt. Normale Seifen wie Kernseife hingegen ist alkalisch, also hat einen pH-Wert von 8 oder 9. Mit einer solchen Seife würden wir den natürlichen Säureschutzmantel unserer Haut angreifen und das würde uns wiederum für trockene Haut, Hautirritationen, Wunden und Infektionen anfällig machen. Greifen Sie bei der Körperreinigung also lieber zu milden und am besten zu pH-hautneutralen Produkten. Auf diese Weise bleibt der Schutz der natürlichen Hautbarriere gewährleistet. Beim Baden können Sie zudem rückfettende Badezusätze verwenden, diese schützen zusätzlich vor der austrocknenden Eigenschaft von Leitungswasser. Nach der Reinigung steht das Abtrocknen an. Um die Haut nicht unnötig zu reizen oder sie zu irritieren, verzichten Sie lieber auf starkes Rubbeln und Reiben. Trocken tupfen der Haut gewährleistet, dass die Feuchtigkeit auch in der Haut verbleibt. Zudem sollten Handtücher spätestens nach drei Tagen aus hygienischen Gründen gewechselt werden.

Die folgenden Reinigungsempfehlungen tragen zu einer gesunden Hautbarriere bei:

  • Kurze, lauwarme Bäder oder Duschen, um nicht den Säureschutzmantel unnötig zu reizen
  • pH-hautneutrale Pflegeprodukte
  • rückfettende Badezusätze
  • trockentupfen, anstatt zu reiben und zu rubbeln
  • weiche und regelmäßig gereinigte Handtücher

Schritt 2: Pflege

Nach jeder Reinigung, sprich nach jeder Dusche oder nach jedem Bad, gilt es, der Haut verloren gegangene Feuchtigkeit wiederzugeben. Deshalb sollten Sie Ihre Haut nach der Reinigung mit einer Creme oder Lotion Feuchtigkeit geben und sie auf diese Weise verwöhnen. Bei der Wahl der richtigen Körperlotion, -creme oder auch –butter steht abermals Ihr persönlicher Hauttyp im Vordergrund. Aber auch nach Hautpartie ist die Haut unterschiedlich aufgebaut. Hände, Füße, Achseln und auch die Kopfhaut profitieren von einer speziell auf sie abgestimmten Pflege. Bei eher fettiger Haut genügt Ihnen eine leichte Bodylotion, vor allem am Rücken, da sich dort zahlreiche Talgdrüsen befinden. Schienbeine und Füße hingegen neigen auch bei fettiger Haut eher zur Trockenheit. Diese Stellen sollten in jedem Fall großzügig eingecremt werden. Menschen mit trockener oder gar empfindlicher Haut setzen am besten auf eine sehr reichhaltige Körperpflege. Spezielle Produkte mit Harnstoff (Urea) helfen dabei, den Säureschutzmantel aufzubauen, versorgen mit viel Feuchtigkeit und lassen schuppige Haut etwa an den Schienbeinen oder Hornhaut an den Füßen schnell abheilen.

Folgende Körperpflegetipps stabilisieren die natürliche Hautbarriere:

  • nach jedem Bad oder jeder Dusche die Haut mit feuchtigkeitsspenden Produkten versorgen
  • bei der Körperpflege die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Hautareale berücksichtigen; der Rücken ist meist fettiger, die Füße eher trocken
  • Urea-Produkte helfen bei extrem trockener und empfindlicher Haut

Unser Tipp: Hyaluron Hydro-Lotio

Schritt 3: Schutz

Tatsächlich tun wir mit der entsprechenden Körperreinigung und –pflege schon sehr viel, um unsere Haut vor schädlichen Einflüssen, vor Hautirritationen und –erkrankungen zu schützen. Besonders wichtig wird der Hautschutz allerdings im Sommer und in Gebieten mit starker UV-Strahlung. Dann wird ausreichender Sonnenschutz notwendig, um uns vor Sonnenbränden sowie auch vor vorzeitiger Hautalterung zu schützen. Besonders wichtig wird der Sonnenschutz aber vor allem, wenn man bedenkt, dass durch intensive UV-Strahlen sowie Sonnenbrände Hautkrebs verursacht werden kann. Körperstellen, die auch in anderen Jahreszeiten der Sonne ausgesetzt sind (Kopf, Gesicht, Hände, Hals und Dekolleté) sollten auch ganzjährig mit entsprechenden Produkten geschützt werden. Tatsächlich verfügen gute Tagespflege für das Gesicht oder Handcremes einen ausreichenden Sonnenschutz. Achten Sie jedoch beim Kauf am besten auf den Hinweis SPF oder LSF, damit wird auf den bestehenden Sonnenschutz meist in Höhe 20 oder 25 verwiesen.

Körperpflege und Sonneneinstrahlung

Wir brauchen die Sonne zum Leben – nicht nur weil sie ein wichtiger Faktor für die Photosynthese, also der Sauerstoffbereitstellung der Pflanzen ist, sondern weil sie selbst unsere eigene Vitalität und unser Wohlbefinden steigert. Vor allem brauchen wir Sonnenstrahlung, um das lebensnotwendige Vitamin D zu produzieren. Die Strahlen der Sonne können uns aber auch zum Verhängnis werden. Während eine leichte braune als schön und gesund gilt, kann ausgiebiges Sonnenbaden zu Verbrennungen, zu Pigmentstörungen und sogar zu Hautkrebs führen.

Tatsächlich verfügt die Haut über eigene Schutzmechanismen sich vor der Sonne zu schützen. Dazu zählt die Pigmentierung der Haut, die Verdickung der äußeren Hautschichtung sowie die Bildung von sogenannten Anti-Oxidantien, die den bei Sonneneinstrahlung entstehenden schädlichen Freien Radikalen entgegen wirken. Allerdings hält die Haut der UV-Strahlung, vor allem bei hellen Hauttypen, nur sehr kurze Zeit Stand. Sonnenschutz gehört also unter allen Umständen zu einer gesunden Körperpflege dazu. Spezielle Cremes, Lotions oder Sprays mit Lichtschutzfaktor (LSF) werden vor allem dann notwendig, wenn wir uns in sonnigen Gebieten und Jahreszeiten viel draußen befinden.

Sonnenschutzmittel ist dabei immer nach bzw. auch anstelle der normalen Körper-Feuchtigkeitspflege aufzutragen. Wie auch bei der normalen Hautpflege gilt es, die verschiedenen Bedürfnisse der verschiedenen Hautareale – vor allem von Gesicht und Körper – zu berücksichtigen. Tragen Sie die Sonnenmilch auch nicht erst im Schwimmbad oder am Badesee auf, sondern am besten schon einige Zeit vorher in den eigenen vier Wänden. Der richtige Sonnenschutz und der entsprechende Lichtschutzfaktor hängt wiederum von Ihrem Hauttyp sowie der Pigmentierung Ihrer Haut ab.

Körperpflege im Winter

Auch im Winter bedarf die Haut einer speziellen Pflege. Wenn es draußen kalt ist und drinnen trockene Heizungsluft herrscht, dann setzen solche starken Temperaturschwankungen der Körperhaut zusätzlich zu. Unter solchen Bedingungen kann die Haut schnell trocken und gereizt reagieren und die Hautbarriere wird schnell gestört. Doch mit der entsprechenden winterlichen Körperpflege lässt sich trockene, rissige oder auch juckende Haut gut vermeiden.

Talgdrüsen reagieren auf die kalte Winterluft und die trockene Heizungsluft, indem sie die Talgproduktion drosseln und unserer Haut weniger Fette zur Verfügung stellen. Diesem Feuchtigkeitsverlust muss natürlich entgegengewirkt werden. Schüsseln mit Wasser auf der Heizung etwa erhöhen die Luftfeuchtigkeit und tragen zu einem hautfreundlicheren Klima in der Wohnung bei. Zudem hilft auch die innere Flüssigkeitszufuhr. Trinken Sie am besten mindestens 1,5 Liter am Tag. Besondere Pflege und Aufmerksamkeit verdienen darüber hinaus die besonders empfindlichen Körperpartien: Füße, Knie- und Armbeugen sowie die Hände. Dort wird am wenigsten Talg produziert, deshalb sind sie im Winter noch anfälliger für Trockenheit. Um im schlimmsten Fall Ekzemen vorzubeugen, empfiehlt es sich gerade im Winter auf reichhaltigere Pflegeprodukte umzusteigen. Urea-Cremes eignen sich dafür bestens.

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