Gesichtspflege

Die Haut in unserem Gesicht ist in besonderem Maße Wind und Wetter, Sonne, trockener Heizungsluft oder Staub und Schmutz in der Luft ausgesetzt. Wenn es der Haut im Gesicht an etwas mangelt, gibt sie uns meist sehr schnell entsprechende Hinweise darauf. Wenn es ihr an Feuchtigkeit fehlt, dann wirkt die Gesichtshaut häufig blass und fahl, kann aber auch trocken und rissig werden. Bei einem Vitamin- und Nährstoffmangel erscheinen unter Umständen die Augenhöhlen eingefallen oder es entstehen Hautunreinheiten. Auf diese Symptome und Anzeichen zu hören und die Ursachen zu beheben, führt nicht nur zu schönerer Haut, sondern zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden. Die richtige Hautpflege hat also nicht nur ästhetische und kosmetische Gründe – nein, sie trägt ebenfalls zur Hautgesundheit bei. Die richtige individuell und an Jahreszeiten angepasste Gesichtspflege unterstützt den Säureschutzmantel der Haut, schützt vor dem Austrocknen, vor dem Eindringen von Schmutz und Krankheitserregern in unseren Organismus und auf diese Weise den gesamten Organismus vor Infektionen. Darüber hinaus kann die richtige Gesichtspflege auch Schutz vor Hautkrebs sowie vor vorzeitiger Hautalterung bedeuten.

Gründe für eine individuell angepasste Gesichtspflege

Die tägliche Gesichtspflege gehört dazu – davon sind die allermeisten bereits überzeugt. Allerdings stellt sich dabei auch immer die Frage nach den passenden Pflegeprodukten. Zum einen bestimmt der Hauttyp, zum anderen bestimmte andere Umwelteinflüsse welche Pflegeprodukte die richtigen sind. So kann eine gründliche, aber milde tägliche Reinigung sowie Feuchtigkeitspflege dazu beitragen, dass die Haut gesund bleibt. Dazu bedarf es allerdings der passenden hochwertigen Hautpflegeprodukte, die speziell auf den individuellen Hauttyp abgestimmt sind. Auf diese Weise lässt sich die Gesichtshaut auch vor schädlichen äußeren Einflüssen wie Schmutz, Staub, Sonne sowie heißen und kalten Tagen gut schützen. Darüber hinaus vermag eine individuell angepasste Gesichtspflege bestimmte Probleme eines Hauttyps zu regulieren. Gereizte Haut kann wieder beruhigt werden, ein fahler, blasser Teint wird wieder strahlender und vitaler oder Hautunreinheiten können geklärt und bereinigt werden.

Im Gegensatz dazu führen ungeeignete Pflegeprodukte schnell zu Hautproblemen oder zu Hauterkrankungen wie Pickeln, Akne oder einem Hautausschlag. Wenn Sie zum Beispiel eher zu einem fettigen Hauttyp neigen, Stirn, Nase und Kinn also häufiger glänzen, aber gleichzeitig die Gesichtshaut mit einer zu fettreichen Creme oder Lotion pflegen führt das meist zwangsläufig zur Verstopfung der Poren. Mitesser und Pickel, die entstehen, sind dann meist auf zu reichhaltige oder parfümierte Pflegeprodukte zurückzuführen. Bei trockener, großporiger Haut hingegen kann eine unangepasste Hautpflege die Symptome dieser trockenen Gesichtshaut noch verschlimmern: Es entstehen Unebenheiten, die Haut reagiert zunehmend gereizt oder mit Rötungen. Im schlimmsten Fall entstehen Risse und Ekzeme. In diesen Fällen bedarf die Gesichtshaut einer intensiven, reichhaltigen, gleichzeitig aber auch sensitiven Pflege.

Häufig stellt sich allerdings bei der Gesichtspflege das Problem ein, dass die in Frühling, Sommer und Herbst verwendete Pflege und Feuchtigkeitsstufe im Winter nicht mehr passen will. Das hängt vor allem mit den veränderten Ansprüchen der Gesichtshaut aufgrund kalter Temperaturen und trockener Luft zusammen. Wenn das Thermometer sinkt, dann drosseln die Talgdrüsen jedes Hauttyps die Produktion, der Haut wird also generell weniger Feuchtigkeit zur Verfügung gestellt. Trockene Heizungsluft trägt weiter zur Austrocknung der Haut bei. Deshalb ist es häufig notwendig, im Winter auch mit normaler Gesichtshaut auf eine reichhaltigere Pflege zu setzen, um den Feuchtigkeitshaushalt der Haut wieder auszugleichen.

Fazit: Ihre Gesichtspflege muss demnach immer dem entsprechenden Hauttyp angepasst sein. Achten Sie auf den Produkten auf die entsprechenden Hinweise, ob sie für normale, trockene, fettige oder empfindliche Haut geeignet sind. Darüber hinaus kann vor allem im Winter eine Umstellung der Produkte notwendig werden.

Besondere Ansprüche junger und reifer Haut sowie von Mischhaut

Manche Hauttypen sind pflegeintensiver als andere. Wie oben bereits beschrieben, braucht vor allem trockene, sensible oder auch fettige Haut eine abgestimmte Pflege. Darüber hinaus lässt sich aber auch nicht immer ein spezieller Hauttyp zuordnen. In vielen Fällen weisen verschiedene Areale der Gesichtshaut verschiedene Ansprüche und Bedürfnisse auf. Vor allem bei der Mischhaut ist dies der Fall. Aber auch junge oder reife Haut birgt bestimmte Herausforderungen, die es zu berücksichtigen gilt. Erfahren Sie hier, was sie bei diesen besonderen Ansprüchen bei der Gesichtspflege beherzigen müssen.

Bedürfnisse junger Haut

Junge Haut entspricht häufig dem normalen Hauttyp, stellt dementsprechend geringe Ansprüche an die Gesichtspflege. Hormonbedingte Akne in der Pubertät erfordert ähnliche Pflege wie bei der fettigen Haut und die ärztliche Behandlung durch einen Dermatologen. Grundsätzlich aber gilt, dass junge Haut weniger pflegebedürftig ist. Das heißt aber auch, dass zu reichhaltige Feuchtigkeitscremes sie überlasten können. Auch wenn versucht wird, möglichst früh, etwas gegen die natürliche Hautalterung zu unternehmen, Elastizität und Spannkraft zu erhalten, kann das nach hinten losgehen. Gezielte Anti-Aging-Pflege bei junger Haut kann zu Hautirritationen, Ausschlag und Hautunreinheiten führen. Es gilt also: Viel hilft nicht viel! Dennoch lässt sich über eine entsprechende Feuchtigkeitsversorgung, also auch durch eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme durch Trinken, und eine vitamin- und nährstoffreiche Kost viel für den Erhalt junger Haut tun. Auch der Verzicht auf Alkohol und Nikotin gehören dazu.

Bedürfnisse reifer Haut

Im Gegensatz zur jungen Haut, bedarf die reifere Haut ein Quäntchen mehr an Pflege. Bereits ab dem 25. Lebensjahr verliert die Haut an Feuchtigkeit, Elastizität und Spannkraft. Das heißt nicht, dass Sie zu diesem Zeitpunkt bereits Anti-Aging-Produkte verwenden sollten, aber achten Sie auf die Anzeichen Ihrer Haut. Frauen sollten spätestens ab dem 50. Lebensjahr daran denken, die Haut zusätzlich mit Feuchtigkeit zu versorgen. Die zwar synthetisch hergestellte, aber dem körpereigenen Stoff nachempfundene Hyaluronsäure zum Beispiel gilt als Feuchtigskeitssammler. Sie bindet Feuchtigkeitsmoleküle an sich und polstert die Haut auf diese Weise auf. Kollagen hingegen soll Fältchen glätten. Bei reifer Haut empfiehlt es sich zudem, den unterschiedlichen Hautarealen die gezielte Pflege zukommen zu lassen, die sie braucht. Die Haut um die Augen etwa ist besonders feuchtigkeitsarm, wird weniger durchblutet und die Haut ist recht dünn. Deshalb kann ein spezielles Augenserum bei reifer Haut durchaus Sinn machen.

Bedürfnisse von Mischhaut

Die typischen Anzeichen von Mischhaut äußern sich in einer fettigen T-Zone (Stirn, Nase und Kinn), die zu Hautunreinheiten neigen, während vor allem die Wangen unter trockener Haut und einer geringen Feuchtigkeitsversorgung leiden. Eine entsprechende Gesichtspflege für Mischhaut muss diese Voraussetzungen berücksichtigen, nicht selten brauchen Betroffene deshalb mehrere Pflegeprodukte. Augenbereich und Wangen müssen mit Feuchtigkeit versorgt werden, die in der T-Zone wiederum die Poren verstopfen würde. Dort reicht eine leichte Creme oder Lotion. Der gezielte Rat eines Dermatologen oder Apothekers kann bei der Pflege von Mischhaut sehr hilfreich sein.

Tipp: Wenn Sie einmal eine passende Hautpflege für sich entdeckt haben, dann bleiben Sie dabei! Häufiger Wechsel zwischen den Produkten kann ebenfalls zu Hautirritationen führen. Achten Sie aber auch auf das Verfallsdatum der Pflegeprodukte. Manchmal kaufen wir gerne auf Vorrat, vor allem wenn es Angebote gibt, aber auch Gesichtspflegen haben ein Verfallsdatum und sollten darüber hinaus nicht mehr verwendet werden, ansonsten können ebenfalls unangenehme Begleiterscheinungen auftreten.

Tägliche Gesichtspflege in vier Schritten

Zur gründlichen Gesichtspflege gehört die Reinigung der Gesichtshaut sowie Ihrer anschließenden Pflege mit den speziell auf Sie abgestimmten Pflegeprodukten. Üblicherweise sollte die wirkungsvolle Gesichtspflege deshalb aus vier Schritten bestehen. Zuerst muss die Haut von Make-Up und anderen Rückständen befreit werden, anschließend kann mit einem milden Gesichtswasser die Haut geklärt werden und so auf die folgende Pflege vorbereitet werden. Vor allem tagsüber wird zum Schluss des Pflegerituals auch der Sonnenschutz notwendig.

Tatsächlich ergeben sich zwischen der morgendlichen und abendlichen Pflegeroutine ein paar Unterschiede, die berücksichtigt werden müssen. Abends müssen wir unser Gesicht von Make-Up und anderen Rückständen befreien, aber auch in der Nacht produzieren unsere Talgdrüsen Fette, die bei der Regeneration der Haut helfen. Das heißt auch am Morgen wird eine gründliche, aber milde Reinigung notwendig. Für den Tag benötigt die Gesichtshaut zudem Schutz vor UV-Strahlen, weshalb sich bestimmte Tagespflegeprodukte eignen. Abends hingegen brauchen wir diesen nicht. Aber um den Regenerationsprozess der Haut zu unterstützen, empfiehlt sich abends auch eine reichhaltigere Feuchtigkeitspflege, dementsprechend eine sogenannte Nachtpflege.

Darüber hinaus können sich aus den individuellen Bedürfnissen des Hauttyps weitere spezielle Anforderungen an die Gesichtspflege ergeben. Nach dem zweiten Schritt der täglichen Pflegeroutine, dem Klären, kann zum Beispiel der Einsatz von Spezialpflegeprodukten wie Seren oder Konzentrate sinnvoll werden. Diese Spezialpflegeprodukte enthalten eine hohe Wirkstoffkonzentration und sollten direkt auf die frisch gereinigte Haut aufgetragen werden. Vor allem bei reifer Haut empfiehlt sich diese Zusatzpflege, bevor die allgemeine Tages- oder Nachtpflege verwendet wird. Das Gleiche gilt auch für spezielle Augencremes.

Hinweis: Wenn Sie gleichzeitig eine Hauterkrankung wie Neurodermitis oder Akne mit äußerlich anzuwendenden Medikamenten behandeln müssen, dann orientieren Sie sich am gleichen Pflegeverfahren wie bei der Spezialpflege. Zuerst reinigen und klären Sie Ihr Gesicht und tragen dann die von Ihrem Dermatologen verordneten Produkte auf, bevor Sie die Tages- oder Nachtpflege auftragen.

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