Die wichtigsten Allergien & die wichtigsten Allergene

In den alten Bundesländern sind mehr Menschen allergisch als im Gebiet der Ex-DDR. Verlässliche Zahlen über die genaue Größe der betroffenen Gruppen sind allerdings nur schwer zu generieren, weil nicht jeder wegen Allergiesymptomen zum Arzt geht. Die folgenden Angaben sind also als Richtwerte zu verstehen.

* Maßgebliche Quelle: U. Langen · R. Schmitz · H. Steppuhn Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring, Robert Koch-Institut, Berlin Häufigkeit allergischer Erkrankungen in Deutschland Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)

Neurodermitis

Neurodermitis, auch atopisches Ekzem genannt, ist eine chronische Hauterkrankung, die sich vor allem im Kindesalter zeigt. Es gibt Studien, nach denen jedes fünfte Kind in Deutschland betroffen ist. Häufig klingen die Symptome mit dem Erwachsenwerden ab und treten nur noch in seltenen Schüben auf. Der genaue Grund für die stark belastende Hauterkrankung ist noch nicht gefunden. Man weiß, dass bestimmte Gene die Krankheit begünstigen, und dass es einen Zusammenhang mit anderen allergischen Erkrankungen wie Asthma gibt. Bei Neurodermitis kann sich eine intensive Hautpflege empfehlen, z. B. mit Dermastabil

• Anteil der von Neurodermitis betroffenen Deutschen: 3,5 %
• Mittel zur Neurodermitis-Diagnose: Arztgespräch, Pricktet, Bluttest

Heuschnupfen

Das Wort „Blütenstaub“ klingt poetisch, doch bei Heuschnupfen bedeutet es für die Betroffenen Probleme von starkem Niesreiz über tränende und juckende Augen bis hin zu Hautreaktionen, Kopfschmerzen und Schlafproblemen. Pollenallergie bzw. Heuschnupfen kann ausgelöst werden durch Gräser, Bäume, Getreide und Sträuchern. Pollenallergien nehmen u.a. aus diesen Gründe zu: Die Pflanzen blühen durch den Klimawandel teils früher und länger und Umweltgifte begünstigen die Allergie offenbar.

• Anteil der von einer Pollenallergie betroffenen Deutschen: 14,8 %
• Mittel zur Diagnose einer Pollenallergie: Arztgespräch, Blut- und Hauttest, Provokationstet

Was hat Heuschnupfen mit der Haut zu tun?
Wir atmen Pollen nicht nur ein, sondern tragen sie auch auf dem Stoff, im Haar und auf der Haut mit uns herum. Damit die Pollen nicht über die Haut in den Körper gelangen –was Symptome wie Juckreiz, Quaddeln, Rötungen und Schwellungen nach sich ziehen kann – ist gezielte, gute Hautpfleget zur Intakthaltung der Hautbarriere unerlässlich. Darüber hinaus schmälert sie die Gesamtbelastung mit Pollen, also dem Organismus insgesamt gut tut.

Asthma Bronchiale

Die Atemwegserkrankung Asthma Bronchiale oder kurz Asthma muss in der Gruppe der Allergien berücksichtigt werden, weil das Immunsystem eine zentrale Rolle beim Krankheitsverlauf spielt. Die Luftnot der Asthma-Kranken wird vereinfacht gesagt durch die überaktive Immunzellen ausgelöst, die die chronische Entzündung der Lunge und sowie die Überempfindlichkeit der Bronchien verursachen. Allergene in der Atemluft, so genannte aerogene Allergene, triggern diese Reaktion.

• Anteil der von Asthma betroffenen Deutschen: 8,6 %
• Mittel zur Asthma-Diagnose: Arztgespräch, Lungenfunktionstest

Was hat Asthma mit der Haut zu tun?
Je nach Schweregrad beeinträchtigt Asthma den gesamten Organismus so sehr, dass die Wahrscheinlichkeit für Hautreaktionen steigt. Offenbar triggert der mit Asthma verbundene Immunstress Allergien und Unverträglichkeiten, was sich an sensibilisierter Haut, Akne-Schüben, Juckreiz und Rötungen zeigen kann. Gegenwärtig wird gerade erforscht, ob und wenn ja wie Schuppenflechte und Asthma zusammenhängen. In jedem Fall hilft eine sinnvolle Systempflege Asthmatikern, die Gesundheit der Haut aufrechtzuerhalten.

Kontaktallergien

Bei einer Kontaktallergie kommt das Allergen nur in Berührung mit der Haut. Typischer Weise zeigen sich die Symptome erst 24 bis 72 Stunden nach dem Kontakt, man redet bei Kontaktallergien daher auch von verzögerten Typ-IV-Allergien. Sucht man wegen des Verdachts einer Kontaktallergie den Arzt auf, kommt eine Standardreihe mit besonders häufig als Allergen diagnostizierten Stoffen zum Einsatz.

• Anteil der von Kontaktallergien betroffenen Deutschen: 8,1 %
• Test zur Diagnose einer Kontaktallergie: Patch- oder Epikutantest
• Typ-IV-Allergie = Allergie mit verzögerter Reaktion

Urtikaria

Urtikaria oder auch Nesselsucht wird den Allergien zugeordnet, obwohl es im strengen Sinne keine Allergie ist. Bei der Krankheit agieren bestimmte Immunzellen ohne sofort ersichtlichen Anlass so, als habe das Immunsystem Alarm geschlagen. Es kommt zu allen Hautsymptomen einer allergischen Reaktion, sprich geweiteten Blutgefäßen, Rötungen, Brennen, Bläschen und Quaddeln sowie starkem Juckreiz.

• Anteil der von Urtikaria betroffenen Deutschen: 3,5 %
• Mittel zur Urtikaria-Diagnose: spezielle, umfangreiche Tests
• Sonderform ähnlich einer Allergie

Nahrungsmittelallergie

Mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Intoleranzen haben echte Nahrungsmittelallergien nichts zu tun. Wenn ein Kind z. B. eine Kuhmilchallergie entwickelt, lösen Speisen mit Kuhmilch eine Fülle an Symptomen aus, die von starkem Hautausschlag über Übelkeit bis hin zu Atemnot und im schlimmsten Fall einem allergischen Schock reichen. Die Diagnose und Behandlung wird erschwert durch die Tatsache, dass Nahrungsmittelallergien oft Kreuzallergien sind. So bezeichnet man die allergische Reaktion auf einen Stoff, der dem eigentlichen Allergen ähnelt. Wenn man zum Beispiel auf Muscheln allergisch reagiert, liegt oft eine Hausstauballergie zugrunde.

• Anteil der von Nahrungsmittelallergie betroffenen Deutschen: 4,7 %
• Mittel zur Asthma-Diagnose: Arztgespräch, Ernährungstagebuch, Bluttest, Pricktest

Was hat eine Nahrungsmittelallergie mit der Haut zu tun?
Nahrungsmittelallergien und Hautprobleme hängen in mehrfacher Hinsicht voneinander ab. Zum einen können Juckreiz, Rötungen, Hitzegefühl, Schwellungen und heftige Symptome bis hin zu blutenden, entzündeten Stellen eine Reaktion auf allergene Nahrungsmittel sein. Darüber hinaus entwickeln Menschen, die als Baby eine vorübergehende, primäre Nahrungsmittelallergie hatten, als Erwachsene häufig weitere Allergien z. B. gegen Pollen, die dann erneut die Haut betreffen.

InsektengIftallergie

Wenn nach dem Wespenstich nicht nur die betroffene Hautstelle schmerzt, sondern auch deutlich anschwillt, der gesamte Körper juckt, einem schwindlig und übel wird, liegt der Verdacht auf Insektengiftallergie nahe. Im schlimmsten Fall erleiden Allergiker nach dem Stich einen anaphylaktischen Schock. Bei dieser lebensgefährlichen allergischen Reaktion erweitern sich im gesamten Körper die Blutgefäße so stark, dass es zu einem Kreislaufzusammenbruch, Bewusstlosigkeit oder einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommen kann. Wespen lösen die meisten Allergien aus, gefolgt von Bienen und Mücken.

• Anteil der von einer Insektengiftallergie betroffenen Deutschen: 2,8 %
• Mittel zur Insektengiftallergie-Diagnose: Pricktest, Intrakutantest, Bluttest

Was hat eine Insektengiftallergie mit der Haut zu tun?
Zunächst einmal sind Größe und Dauer der Hautreaktion ein Indiz dafür, ob überhaupt eine Allergie vorliegt, also ob das Immunsystem involviert ist oder es sich nur um eine direkte Antwort auf das Gift handelt. Sind Schwellung und Rötung rund um den Stich größer als ein Bierdeckel und halten sie länger als einen Tag an, liegt vielleicht eine Allergie vor. Außerdem kann die Haut sich beim Stich durch eindringende Bakterien entzünden – ein guter Grund, wirklich nicht zu kratzen. Schonender hilft Kühlung.

Dermastabil Allergikerpflege

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