Reife Haut

Dass sich die Haut im Laufe des Lebens verändert, lässt sich nicht aufhalten. Hautzellen altern, das ist auf die natürlichen, biologischen Vorgänge im Köper zurückzuführen. Und dennoch: Seit jeher versuchten die Menschen, ihre Jugend und vor allem ihr junges Aussehen zu bewahren und insbesondere den Alterungsprozess der Haut zu stoppen. Wirklich verzögern lässt sich das Altern zwar nicht, dennoch kann mit der richtigen Reinigung und Pflege das Erscheinungsbild reifer Haut verbessert werden. Die Haut verändert sich im Laufe des Lebens eben und verändert dabei auch ihre Ansprüche. Während die Haut eben in der Pubertät zu viel Talg produziert, verliert sie mit zunehmendem Alter an Flüssigkeit und Spannkraft. Die reife Haut stellt demnach bestimmte Ansprüche, die mit der entsprechenden Pflege erfüllt werden können.

Kennzeichen und Eigenschaften reifer Haut

Auch wenn der Alterungsprozess bei jedem in gewisser Weise unaufhaltsam voranschreitet, so ist er jedoch sehr individuell und auch komplex. Menschen mit der Tendenz zu einem trockenen Hauttyp tragen leider auch das Risiko der frühzeitigen Hautalterung, wenn die Haut nicht mit ausreichend Feuchtigkeit von außen und innen versorgt wird. Das heißt, dass dem Alterungsprozess der Haut sowohl genetische als auch äußere Faktoren zugrunde liegen. Auf die erblich bedingten Grundlagen können wir keinen Einfluss nehmen, die äußeren Faktoren, die die Haut eventuell sogar frühzeitig altern lassen, können wir jedoch verbessern.

Doch was genau passiert eigentlich beim Hautalterungsprozess? Wie verändert sich die Haut? Die Antwort darauf hängt mit der Regenerationsfähigkeit unserer Haut zusammen. Je älter wir werden, desto geringer wird die Fähigkeit der Hautzellen sich zu teilen. Das bedeutet, dass die Erneuerung der Haut mehr Zeit in Anspruch nimmt als etwa noch mit Mitte 20. Und diese Verlangsamung beginnt bereits ab dem 27. Lebensjahr. Mit zunehmendem Alter bilden sich vor allem die Kollagen- und Elastinfasern schwächer aus als zuvor. Diese Fasern verantworten die Spannkraft und Elastizität der Haut. Außerdem speichert reifere Haut Feuchtigkeit nicht mehr so gut. Die Haut wird im Alter also zusätzlich trockener. Das führt dazu, dass auch die Faltenbildung zunimmt. Dass die Haut, im Gesicht insbesondere um die Augenhöhlen herum, manchmal eingefallen wirkt, liegt an der Abnahme des Unterhautfettgewebes. Die Haut wirkt dadurch dünner, und die Augenhöhlen eingefallen. Doch damit nicht genug: Auch die Versorgung mit Vitaminen und Nährstoffen der Hautzellen wird langsamer und weniger.

Das Resultat dieser Veränderungen im Organismus und vor allem in den Hautzellen äußern sich meist besonders schnell im Gesicht, am Hals und im Dekolleté. Dort ist das Fettgewebe besonders gering, die Haut erscheint deshalb auch nicht mehr so „aufgepolstert“ wie an anderen Körperpartien. Die Haut ist folglich nicht mehr so straff, mit zunehmenden Alter werden bestimmte Hautregionen auch schlaff. Es entstehen Fältchen um die Augen herum, sogenannte Krähenfüße. Auch Lachfalten um den Mund herum zeichnen sich ab. Durch Stirnrunzeln bilden sich auf kurz oder lang auch dort feine Linien ab. Grundsätzlich wird die Haut auch trockener, dünner und empfindlicher. Auch die Schutzbarriere der Haut, das heißt der natürliche Säureschutzmantel ist nicht mehr so funktionsfähig, weil auch die Talgproduktion heruntergefahren wird.

Merkmale reifer Haut
  • Feuchtigkeitsverlust, die Haut wird trocken
  • Kollagen- und Elastinfasern schwächer, Haut nicht mehr so straff
  • Fältchen auf Stirn, um die Augen und den Mund
  • natürliche Säureschutzmantel wird schwächer

Schon um das 25. Lebensjahr herum zeichnen sich die ersten Anzeichen der Hautalterung ab. Die Fältchen sind jedoch noch sehr fein und klein. In diesem Zeitraum beginnt auch der Elastizitätsverlust der Haut. Die am häufigsten betroffene Hautregion ist die dünne Haut um die Augen herum. Zwischen Mund und Nase bilden sich die sogenannten Nasolabialfalten, die im Laufe des Alters immer tiefer werden.

die im Laufe des Alters immer tiefer werden. Ungefähr ab dem 50. Lebensjahr büßt unsere Haut vor allem an Elastizität und Festigkeit ein. Die gesamte Hautstruktur wird dann schwächer, wodurch die Falten tiefer werden. Nun verstärkt sich auch der Feuchtigkeitsverlust, weil die Haut immer weniger Feuchtigkeit speichern kann.

Risikofaktoren vorzeitiger Hautalterung

Die Haut altert aufgrund von inneren (endogenen) und äußeren (exogenen) Einflüssen. Auf die innere Veranlagung können wir kaum einwirken, jedoch lassen sich schon früh die exogenen Risikofaktoren eindämmen, die zur vorzeitigen Hautalterung führen können. Und auch eine innere schlechte Durchblutung lässt sich durchaus anregen, damit die Hautzellen besser mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt wird.

Dass die Hautalterung ganz individuell, manchmal früher und manchmal später stattfindet, das hängt auch mit äußeren Faktoren zusammen, die maßgeblich zur Geschwindigkeit des Hautalterungsprozesses beitragen. Das beruht auf oxidativem Stress, das heißt durch bestimmte Einflüsse werden vermehrt frei Radikale im Körper ausgeschüttet, welche die Hautalterung begünstigen. Freie Radikale sind reaktionsfreudige Atome, die die Hautzellen beschädigen können. Auf diese Weise wird die Alterung der Haut beschleunigt. Normalerweise können diese freien Radikale von den Antioxidantien in der Haut eingefangen und dann neutralisiert werden. Diese Fähigkeit der Haut lässt jedoch mit der Zeit nach. Es gilt also, so gut es geht, freie Radikale zu meiden.

Durch übermäßige Sonneneinstrahlung etwa entstehen vermehrt freie Radikale in der Haut. Die Sonne also begünstigt oxidativen Stress. Die Hautalterung durch UV-Strahlung hat deshalb sogar einen Namen: Photoaging oder Lichtalterung. Sie zeichnet darüber hinaus für die ungleichmäßige Pigmentierung der Haut verantwortlich.

Auch Luftverschmutzung setzt unserer Haut zu. Abgase wie sie vor allem in Großstädten vorkommen löst die hautschädigenden freien Radikale aus. Noch dazu verstärkt verschmutzte Luft auch noch die hautschädigende Wirkung von Sonneneinstrahlung.

Da grundsätzlich Menschen mit einer schlechten Durchblutung zu vorzeitiger Hautalterung tendieren, stellt auch der Nikotinkonsum ein großes Risiko, nicht nur im Allgemeinen für unsere Gesundheit, sondern auch für den Hautalterungsprozess dar. Die in einer Zigarette enthaltenen Chemikalien sowie das Nikotin bewirken einen sprunghaften Anstieg der freien Radikale in unserer Haut.

Da eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse die Bildung von Antioxidantien unterstützt, kann im Gegenteil eine ungesunde und einseitige Fehl- oder Mangelernährung ebenfalls zur vorzeitigen Hautalterung beitragen.

Um nun der vorzeitigen Hautalterung vorzubeugen empfiehlt es sich, übermäßige Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Ein ausreichender Sonnenschutz ist das A und O, um diesem Risikofaktor entgegen zu wirken. Der Luftverschmutzung in Städten zu entgehen ist manchmal kaum möglich, doch man kann auch für Ausgleich an der frischen Luft in der Natur sorgen. Den größten Einfluss können wir selbst auf unsere Lebensweise und Ernährung nehmen. So fördert eine gesunde und ausgewogene Ernährung die Bildung von Antioxidantien, viel Flüssigkeit unterstützt die Hautzellen bei ihrer Erneuerung und polstert die Haut von innen auf. Bewegung und Sport kurbelt die Durchblutung an und hilft dem Körper bei der Versorgung mit Vitaminen und Nährstoffen und zudem können dabei auch freie Radikale abgebaut werden. Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum sollten selbstverständlich sein, wenn Sie etwas für Ihre Gesundheit und Ihre Haut tun möchten.

Reinigung und Pflege reifer Haut

Wenn die Hautalterung richtig einsetzt stellen wir uns die Frage wie die richtige Pflege für reife Haut ab 50 oder die Pflege für reife Haut ab 60 aussehen sollte. Die Ansprüche der Haut verändern sich ab dem 50. Lebensjahr bedeutend. Die Haut kann nicht mehr so viel Feuchtigkeit speichern und die Spannkraft lässt auch nach. Die Haut im Gesicht und am restlichen Körper braucht also vor allem mehr Feuchtigkeit. Jedoch bedarf insbesondere die empfindliche Gesichtshaut, die Haut am Hals und im Dekolleté eine spezielle Pflege.

Wenn Ihre Haut ansonsten gesund ist, dann müssen Sie nicht sehr viel mehr beachten als früher auch bei der Reinigung und Pflege der Haut. So können Sie auch im Alter schöne Haut behalten. Bei der Reinigung sollen Schmutz und Rückstände etwa vom Make-Up sanft entfernt werden. Verwenden Sie dabei lauwarmes Wasser und reizen Sie die Haut nicht zu sehr durch zu kräftiges Reiben oder Rubbeln. Im nächsten Schritt kann die Haut mit einem milden Gesichtswasser auf die nachfolgende Pflege gut vorbereitet werden. Zuletzt wird eine feuchtigkeitsspendende Pflege aufgetragen, die gleichzeitig einen guten Sonnenschutz bietet. Für die speziellen Anforderungen der Haut um die Augen bietet es sich an, auf Hyaluronfiller zu setzen.

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