WIE VIEL HYGIENE IST GESUND FÜR DIE HAUT?

Seit der Corona-Pandemie hat das Thema Sauberkeit und Körperpflege enorm an Bedeutung gewonnen. Umso wichtiger ist es zu wissen, was es dabei zu beachten gibt und wie man das richtige Maß findet. Mit unseren Tipps kommt Ihre Haut nicht aus der Balance!

Was die wenigsten wissen: Mindestens 50 Prozent aller Infektionen passieren nicht etwa draußen bzw. im öffentlichen Raum, sie sind hausgemacht – und entstehen in den eigenen vier Wänden. Da wir alle gut riechen und uns bestmöglich vor Krankheitserregern schützen wollen, sind häufiges Händewaschen und Körperpflege im Allgemeinen – und nicht nur in Covid-19-Zeiten – das A und O. Fakt ist aber auch, dass es bei der riesigen Auswahl an Produkten nicht immer leicht fällt, das Richtige zu finden. Manche Reinigungsrituale können auch übers Ziel hinausschießen und die Haut sogar unnötig belasten und strapazieren.

Jedes Waschen greift die Hautflora an und stört die Schutzbarriere

Duschen – nicht nur zum Wachwerden ein beliebtes Ritual, sondern auch ein Hygiene- und Wohlfühlfaktor. Die Haut dankt uns das nasse Prozedere nur bedingt: Jedes Waschen greift den aus Fett und Wasser bestehenden Säureschutzmantel über der Epidermis (Oberhaut) an. Vor allem die Barrierelipide, also Fette, die in der Hornschicht liegen und diese versiegeln, werden ausgeschwemmt. Dadurch trocknet unsere schützende Hülle leicht aus. Nicht nur das, sie wird auch zur Angriffsfläche für eindringende Erreger. Um das Hautmilieu in die gesunde Balance zu bringen bzw. diese zu erhalten, ist es ratsam, milde Tenside zu wählen. Weniger ist mehr: eher weniger häufig duschen oder zumindest kurz! Wer das Wasser beim Einseifen mit einem Reinigungsprodukt ausstellt, spart Ressourcen und schont auch die Haut.

Ganz wichtig ist die Wahl der richtigen Wasch- und Pflegeprodukte

Sie sollten zum Hauttyp und den individuellen Bedürfnissen passen. Während bei sehr junger Haut die Talgdrüsen noch aktiver sind, gilt als Faustregel bei zunehmend trockenerer Haut ab 40:

  • Beim Duschen Waschprodukte mit einem pH-Wert unter 6 wählen. Öl- und fetthaltige Produkte wie Duschöle und -milch nehmen, da sie rückfettend und eher hautschonend sind.
  • Beim Eincremen nach dem Duschen auf Inhaltsstoffe wie Urea, Glycerin oder Milchsäure achten, sie können trockene Haut wieder weich und geschmeidig machen.
  • Klassische Seifen und Produkte mit ätherischen Ölen oder auf Alkoholbasis eher meiden; parfümarme oder -freie Pflegeprodukte empfehlen sich bei empfindlicher und zu Irritationen und Juckreiz neigender Haut.

Unsere neue Olivenöl Hygiene Serie bietet Schutz und Pflege zugleich

Intensive und antibakterielle Pflege bietet die neue Hygieneserie von medipharma cosmetics mit Olivenöl, für gesunde und empfindliche Haut. Mit einer speziell für trockene und durch häufiges Desinfizieren und Waschen angegriffene Haut entwickelten Formel gehen optimale Hygiene und intensive Pflege Hand in Hand. Wir setzen neben kaltgepresstem Olivenöl auf eine ganze Reihe besonders wertvoller Pflanzenextrakte, die von Natur aus als antimikrobiell bekannt sind, ergänzend kann Panthenol (Vitamin B5) reizlindernd wirkt.

Hygiene

Baden? Wer zu trockener Haut neigt, sollte eher weniger plantschen

Zumindest sollte das Badewasser nicht heißer als die Körpertemperatur sein, und nach spätestens 15 Minuten ist der Stöpsel zu ziehen. Schaumbäder und ätherische Öle reizen die Haut, bessere Badezusätze sind Olivenöl oder, das wusste schon Kleopatra, Milch sowie Sahne.

Sollte man spezielle Pflege für den Intimbereich benutzen?

Die klare Empfehlung lautet Nein. Hier schützt die natürliche Hautbarriere vor unerwünschten Keimen – viel wichtiger ist, dass die Reinigungsprodukte für diese Partien sehr gut hautverträglich sind. Außerdem sollten Sie auf Seifen und Intimspülungen verzichten, da ihr hoher pH-Wert den Säureschutzmantel der empfindlichen Haut angreift. Auch Waschlappen dürfen getrost im Schrank bleiben, sie sind ein idealer Nährboden für Bakterien. Übrigens besteht kein Zusammenhang zwischen Schamhaarentfernung und Körperhygiene – das heißt, eine Intimrasur schadet weder noch schützt sie vor Vaginalpilzen oder Infektionen im Intimbereich.

WICHTIG

Die größten Keimschleudern lauern in Küchen- und Wischlappen, denn hier finden Krankheitserreger geradezu paradiesische Bedingungen vor. Alle zwei Tage sollten Sie Tücher, Schwämme & Co. bei 60 Grad waschen oder – ähnlich wie bei den Mund- und Nasenmasken – in kochendem Wasser einweichen oder eine Minute lang in einem Topf auskochen. Kleidung waschen wir ja in der Regel eher kälter. Bei Verdacht auf Krankheit sollten die Textilien aber auf höchster Stufe in der Maschine gereinigt werden (nicht unter 60° Celsius).

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