Haarentfernung - Die besten Tipps für empfindliche Haut

Wie wird man lästige Körperbehaarung am besten los? Diese Frage ist ungefähr so alt wie die Geschichte der Menschheit selbst, hatten doch schon die Ägypter kosmetische Rituale für seidig glatte Haut. Haarentfernungs-Methoden gibt es heute viele – doch welche ist die Beste, vor allem für empfindliche Haut?

Sugaring: Ideal für empfindliche Haut

Schon mal vom Waxing gehört? Dabei werden Wachstreifen auf die Haut aufgetragen und mit einer ruckartigen Bewegung entfernt. Die Haare werden an der Wurzel herausgerissen und wachsen erst nach ca. vier Wochen wieder nach. Was ziemlich brutal klingt, ist im Praxistest gar nicht so schlimm. Sugaring, eine Methode aus Asien und dem Nahen Osten, die für jede Körperstelle geeignet ist, ist dem Waxing recht ähnlich – jedoch wesentlich schonender für die Haut. Was es fürs Sugaring braucht? Eine spezielle Paste aus Zucker, Wasser und Zitrone, auch Halawa genannt. Durch Kneten erwärmt man die Paste leicht und trägt sie anschließend (am besten mit Handschuhen) entgegen der Wuchsrichtung auf. Hand samt Paste ruckartig zurückziehen und an der nächsten Stelle weiter so fortfahren. Der Effekt? Die Härchen werden durch diese Bewegung in Haarwuchsrichtung herausgerissen, was den Schmerz im Vergleich zum Waxing erträglich macht. Wer selbst Hand anlegen mag, kauft eine schon fertig gemischte Paste für zuhause in der Drogerie (ca. 20 Euro). Natürlich können Sie aber auch ins Kosmetikstudio gehen und die Behandlung fachmännisch durchführen lassen.

Rasieren? Für Menschen mit sensibler Haut nur eingeschränkt empfehlenswert

Normalerweise zählen die Beine zu den eher unempfindlichen Körperregionen. Dennoch ist die Haut auch hier bei einigen Menschen empfindlicher als bei anderen. Und während die einen auf den Rasierer als Bein-Enthaarungsmethode Nr.1 schwören, werden andere damit nicht glücklich. Denn die Klingen des Rasierers reizen die Haut und können bei sensibler Haut Ausschläge und Pickelchen verursachen. Genauso kann es sich natürlich an anderen Körperstellen verhalten. Wer dennoch nicht auf den Rasierer verzichten mag und eventuelle Reizungen in Kauf nimmt, sollte eine Rasiercreme oder einen speziellen Schaum verwenden. Das macht die Haut gleitfähiger und beugt Rissen und Schnitten vor. Eine ausgedehnte Dusche oder ein Bad vor der Rasur kommt ebenso gut: Durch das warme Wasser werden die Härchen und Haarwurzeln erwärmt und weicher gemacht und lassen sich besser entfernen, ohne dass die Haut zu stark gereizt wird. Da abgenutzte Rasierklingen die Haut unnötig reizen, sollten sie etwa einmal pro Woche ausgetauscht werden.

Enthaarungscreme: gewusst wie!

Im Gegensatz zum Waxing oder Epilieren ist Enthaarungscreme völlig schmerzfrei und eignet sich besonders für robuste Körperstellen wie Rücken, Beine, Bauch und eventuell auch die Achseln. Grundsätzlich kann auch der Intimbereich mit Enthaarungscreme behandelt werden. Aber Vorsicht: Die empfindlichen Schleimhäute dürfen auf keinen Fall in Kontakt mit der Enthaarungscreme kommen. Lesen Sie außerdem auf der Verpackung nach, ob die Creme explizit für den Intimbereich geeignet ist. Wie funktioniert Enthaarungscreme überhaupt? Ein auf Schwefel basierender Wirkstoff destabilisiert die Haare samt Wurzel und bewirkt, dass die Härchen von alleine ausfallen. Nach einer kurzen Einwirkzeit können die Härchen dann mit einem Spatel entfernt oder bei manchen Produkten einfach abgewaschen werden. Was es zu beachten gilt – vor allem bei empfindlicher Haut: Probieren Sie die Enthaarungscreme einen Tag zuvor auf einer kleinen Haustelle aus. So testen Sie ganz einfach erst einmal auf Unverträglichkeit. Halten Sie sich ganz genau an die auf der Packung vorgegebene Einwirkzeit. Denn wird die Creme zu schnell entfernt, bleiben Härchen stehen. Lässt man die Creme allerdings zu lange auf der Haut, kann es zu Hautirritationen und Rötungen kommen. Da die Haut nach der Anwendung etwas empfindlich sein kann, sollten Sie in den nächsten 24 Stunden den direkten Sonnenkontakt meiden. Eine beruhigende und pflegende Bodylotion hingegen macht nun durchaus Sinn, zum Beispiel das Hyaluron Hydro Balsam oder die Hydro-Lotion sowie die Haut in Balance Pflegeserie von medipharma cosmetis. Und zu guter Letzt gilt: Wer mit der Methode der Enthaarungscreme gut auskommt, hat ganz klar einen Vorteil im Vergleich zur Rasur: nämlich bis zu zwei Wochen Ruhe, bis die nächsten Härchen sprießen.

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