Kostbare Frucht: DER WEG DER OLIVE

Sie ist so klein und doch so vielseitig – die Olive! Schon vor Jahrtausenden haben die Menschen die mediterrane Steinfrucht nicht nur gegessen und zu Öl verarbeitet, sondern auch für ihre Schönheitspflege genutzt. Kosmetik mit Olivenöl hat stark antioxidierende Eigenschaften und steckt voller Vitamine und Nährstoffe, die unsere Haut verwöhnen. Kein Wunder, dass wir die Olive heute immer noch so gerne für unsere Körperpflege nutzen!

Olivenernte und Verarbeitung

Die Mittelmeerregion, vor allem Italien, Griechenland und Spanien, gehört zu den größten Anbaugebieten von Oliven weltweit. Dort werden Oliven bereits seit vielen Jahrtausenden angebaut und stellen historisch eine wichtige Lebensgrundlage für die lokale Bevölkerung dar. Bereits seit dem 4. Jahrtausend vor Christus wird der Olivenbaum (eigentlich: Echter Ölbaum) als Nutzpflanze angebaut.Aus dem Fruchtfleisch und den Kernen der geernteten Oliven entsteht das Öl. In einer Ölmühle wird alles zunächst gemahlen und gepresst. Anschließend wird das Fruchtwasser vom Öl getrennt, übrig bleibt das reine Öl. Ein großer Teil der Ernte wird so zu jedem wohlschmeckenden Speiseöl verarbeitet, das später in den Küchen dieser Welt verwendet wird. Und aus einem weiteren, immer größer werdenden Teil der Olivenernte entstehen auch wertvolle Kosmetikprodukte.

Wirkungskraft der Natur

Die besondere Wirksamkeit des Olivenöls lässt sich auf seine große Ähnlichkeit zu den natürlichen Fetten der Hornschicht unserer Haut zurückführen. Die Frucht strotzt nur so vor gesunden Inhaltsstoffen: Kalzium und Phosphor für starke Knochen und Zähne, Natrium für die Muskelfunktion, Eisen für den Transport von Sauerstoff im Körper sowie für gesunde Haare, Nägel und Haut. Obendrein kommt noch eine große Ladung Vitamine hinzu: Folsäure, Vitamin A, E, B1, B2 und B6! Diese Vitamine helfen bei der Erneuerung der beschädigten Haut. Außerdem haben Pflegeprodukte mit Olivenöl einen sehr hohen Anteil an Pantothensäure, auch Vitamin B5 genannt, das zudem reizlindernd wirken soll. Klingt ganz schön kraftvoll, oder?

Hautpflege mit Olivenöl

Hautcremes mit kaltgepresstem Olivenöl pflegen besonders trockene und empfindliche Haut. Sie sorgen für eine Extraportion Feuchtigkeit und füllen kleinere Falten auf. Dazu zieht Olivenöl auf der Haut schnell ein und bildet keinen unschönen Fettfilm – ideal für die tägliche Pflege! Besonders über Nacht, wenn Ihre Haut sich regeneriert, kann die Olive ihre volle Wirkungskraft entfalten: Die Kollagensynthese und der Zellstoffwechsel werden von den Olivenblatt-Extrakten gefördert. Die Folge? Ihre Haut gewinnt an Elastizität und Spannkraft. Außerdem hilft Olivenöl, vorzeitiger Hautalterung durch Sonnenlicht zu begegnen.

Olivenöl-Tipps gegen trockene Haut

Gerade zur kalten Jahreszeit haben wir öfters Probleme mit rissigen, spröden Händen. Auch hier kommt die Olive zur Hilfe: Seife oder Handcreme mit Olivenöl ist ein hervorragender und natürlicher Feuchtigkeitsspender.

Über ein Olivenöl-Bad freut sich auch am restlichen Körper die strapazierte, trockene Haut im Winter. Für ein hautpflegendes Bad geben Sie dem idealerweise 37 Grad warmen Wasser einen viertel Liter Olivenöl hinzu. Herrlich entspannend und eine Wohltat für die Haut!

Olivenöl eignet sich übrigens auch ideal für ein natürliches Peeling. Und so geht’s: Einfach Öl mit grobem Meersalz mischen und mit sanft kreisenden Bewegungen einmassieren – das entfernt Hautschüppchen und pflegt zugleich.

Olivenöl für kraftvolles, glänzendes Haar

Last but not least: Auch spröde und strapazierte Haare und eine trockene, juckende Kopfhaut können von der vielseitig einsetzbaren Olive profitieren – das liegt an dem sehr hohen Vitamin-E-Gehalt. Eine Maske aus Olivenöl oder ein Shampoo mit Olivenöl-Wirkstoffen lindert die Beschwerden, mindert Spliss und bringt die Haare wieder zum Glänzen. Sie sehen – die Olive hat ihren guten Ruf mehr als verdient!

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05. Oktober 2019

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Lange war das kostbare Öl der Olive in der Kosmetik in Vergessenheit geraten. Zu teuer und zu schwierig zu verarbeiten, dachte sich die Industrie und setzte lieber auf unkomplizierte Fette wie Silikon- und Paraffinöle. Auch der Eigengeruch des Öls bescherte den Herstellern einige Extra-Entwicklungsstunden on top, die sie mit den günstigeren Alternativen nicht gehabt hätten.